Projektorchester

Die Freude war riesengroß, denn mit so einem hervorragenden Ergebnis hatte niemand gerechnet!

Die Idee für dieses außergewöhnliche Projekt hatte Dirigent Stefan Schlatterer und Musiker Manfred Schillinger. Ein Projektorchester ins Leben zu rufen, um damit am internationalen Wertungsspiel in Finnland teilzunehmen. 25 junge Musikerinnen und Musiker vom Malterdinger Musikverein konnten sie dafür gewinnen, die übrigen 32 stammten aus insgesamt 11 Nachbarvereinen und auch zwei Musiker aus dem schweizerischen Uertikon (Zürichsee) waren dabei.

Im Januar 2000 begann die Probenarbeit an den Wochenenden, insgesamt 50-60 gemeinsamen Probenstunden haben die zumeist jungen Musiker/innen investiert bevor es los ging.

Am Dienstag, den 25. Juli machte sich das Projektorchester mit dem proppenvollen Bus auf den Weg nach Rostock. Von dort ging es weiter mit der Fähre nach Helsinki und dann weiter in das 350 km entfernte Selnjäjoki. Selnjäjoki, der Ort in dem das Wind-Music-Festival – Wertungsspiel ausgerichtet wurde, verfügt über eine Musikhochschule, die Sibelius Akademie und eine eigene Konzerthalle. Hochkarätige Jurymitglieder aus der Blasmusik-Komponisten-Welt bewerteten die musikalischen Leistungen der Orchester. Johan de Meij (Niederlande), Jan van der Roost (Beglien), Philip Sparke (Großbritanien), Raine Ampuja (Finnland) und Hakon Hesthammer (Norwegen). neben unserem Projektorchester nahmen an diesem intern. Wettbewerb noch drei weitere deutsche Orchester teil. Außerdem stellten sich Kapellen aus Finnland, Holland, Estland und Italien der Jury.

Mit einer hervorragenden Leistung bei dem Pflichtstück „Magic“ von Raine Ampuja und dem Selbstwahlstück „Where never Lark or Eagle flew“ von James Curnow erreichte das Projektorchester 2000 unter der Leitung von Stefan Schlatterer due Silbermedaille. Darauf können die Musiker und Musikerinnen besonders stolz sein, zumal die Konkurrenz überwiegend aus Musikschul-Orchestern mit professionellen Probenvoraussetzungen bestand und „Silber“ die höchste vergebene Auszeichnung der strengen Juroren war.

Neben dem Wertungsspiel hatte das Projektorchester noch zwei öffentliche Auftritte: Beim Open-Air-Konzert auf dem Marktplatz und beim Abschluß-Gala-Konzert.

Der Finnland-Auftritt war gut organisiert. Zum proben stand eine Turnhalle zur Verfügung. In einer Schule wurde geschlafen und ausgiebig gefeiert – auch zusammen mit den Musikerinnen und Musikern der anderen Orchester.

Und eines abends wurde spontan gemeinsam musiziert – Klavier und improvisierende Solisten, der Rest mit Percussioninstrumenten oder einfach klatschend. Alle zusammen: Finnen, Esten, Malterdinger – sprichwörtlich „Musik ohne Grenzen“.

Diese einmalige Konzertreise wird für alle Teilnehmer unvergesslich bleiben.

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